Künstliche Intelligenz und Kreativität

Gemeinsam mit meinen Kolleginnen Anna Baccanti und Antonia Stichnoth sowie unserem Nachwuchsforschungsgruppenleiter Dr. Jan-Niklas Howe arbeiten wir an einem Workshop zum Thema “Künstliche Intelligenz und Kreativität.” Eigentlich hätte der Workshop am 08. Mai 2020 stattfinden sollen — corona-bedingt mussten wir den Workshop leider in den Oktober 2020 verschieben.

Mehr Informationen zur Nachwuchsforschungsgruppe “Kreativität und Genie”

Beschreibung des Workshops:

In den vergangenen zwanzig Jahren hat die Entwicklung künstlicher Intelligenz enorme Fortschritte gemacht. Ein zentrales Problem bleibt die Möglichkeit „kreativer“ künstlicher Intelligenz, nach IBM Research „the ultimate moonshot for artificial intelligence“. Während für Margaret Boden Ende der 1990er Jahre noch die menschliche Kreativität das Modell für die Entwicklung kreativer künstlicher Intelligenz liefert, werfen jüngste technische Weiterentwicklungen die Frage auf,ob menschliche und künstliche Kreativität überhaupt noch für einander Modell stehen können.

Der Workshop „Kreativität und Künstliche Intelligenz“ fragt nach diesen alten und neuen Parametern im Verhältnis von künstlicher Intelligenz und Kreativität. Helfen die Startschwierigkeiten und ersten Erfolge auf dem Gebiet künstlicher Kreativität, menschliches Schöpfertum besser zu verstehen? Inwiefern löst sich die AI-Forschung vom Vorbild menschlicher Kreativität, und ist die Rede von „Kreativität“ in Anlehnung an menschliche Fähigkeiten noch berechtigt? Die Ausweitung des Begriffs Kreativität auf nicht-menschliches Verhalten ermöglicht es zugleich, die ideologischen Prämissen des notorisch unterbestimmten Kreativitäts-Konzepts selbst zu beleuchten, von denen eine möglicherweise „Menschlichkeit“ heißt.

Grafik: Tanja Schütz

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