Vorbereitung der Veröffentlichung der Plattform Cultural Policy Lab

Seit dem Sommer arbeite ich an der Publikation erster Ergebnisse des interdisziplinären Transfer- und Forschungsprojekts Cultural Policy Lab. Die Idee zum Lab wurde im Wintersemester 2019/20 im Rahmen des Forschungsseminars “Institutionelle Ästhetik” entwickelt. Im Februar 2020 fand eine erste Modellveranstaltung in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen statt.

Bereits während der Veranstaltung in den Kammerspielen war eine Dokumentation der theoretischen und methodischen Grundlagen, aber auch der vielfältigen Diskussionsbeiträge geplant. Durch den Ausbruch der Atemwegserkrankung Covid-19 ab März 2020 hat sich die kulturpolitische Landschaft jedoch nachhaltig verändert. Eine simple Dokumentation der Veranstaltung schien nicht mehr möglich. Vielen Themen haben sich mit einem Mal verändert und neue Fragen sind aufgekommen. So stand plötzlich die Resilienz der kulturellen Infrastruktur im Fokus. Debatten über Öffentlichkeit mussten im Angesicht geschlossener Kultureinrichtungen neu konzipiert werden.

Grafikentwurf der digitalen Publikationsplattform www.culturalpolicylab.com.

Aus diesem Grund bin ich gemeinsam mit zwei studentischen Forschungsgruppen, einer aus dem Bereich der Theaterwissenschaft der LMU, einer aus der Literaturwissenschaft an die Konzeption einer umfangreichen ersten Schriftenreihe des Cultural Policy Lab gegangen. Wir wollten einerseits auf unsere Grundlagen zurückblicken, den Fokus aber auch weiten. Dankenswerterweise haben sich über dreißig AutorInnen aus Kulturpolitik, Verwaltung, Kunst und Wissenschaft dazu bereit erklärt, uns mit Texten zu unterstützen. Dabei wurde unsere Arbeit größzügig durch die Richard Stury Stiftung (München), das Institut für Theaterwissenschaft der LMU, das Studienbüro der Fakultät 13 für Sprach und Literaturwissenschaften sowie das Praxisbüro des Departments Kunstwissenschaften gefördert.

Neben der Arbeit an einer Vielzahl von Texten haben wir uns über die Arbeitsweise eines interdisziplinären Transferlab im Bereich Kulturpolitik und angewandter Kulturwissenschaften Gedanken gemacht. In Kooperation mit dem Designstudio Lob.tf aus Karlsruhe, das bereits das Design für die Veranstaltung in den Münchner Kammerspielen entwickelt hatte, haben wir über digitale und konzeptionelle Herausforderungen unserer Arbeit im Cultural Policy Lab ausgetauscht. Rückgrad unseres Nachdenkens ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit kulturellen Transformationsprozessen im Kulturbereich. Hier haben wir beispielsweise im Seminar “Instituionelle Ästhetik” mit einer Theorie des Institionellen Wandels mögliche Deutungsperspektiven entwickelt. Um diese wichtige Arbeit, aber auch das reflexive Moment des Labs beizubehalten, stellt die stetige Publikation und Diskussion von Texten eine der wichtigsten Aufgaben dar.

Grafikentwurf für die erste digitale Schriftenreihe des Cultural Policy Lab.

Aktuell befinden wir uns noch in der Konzeption und Finalisierung der Grafikentwürfe. Ich bin aber schon sehr auf unsere finale website www.culturalpolicylab.com gespannt.

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