Reboot Cultural Politics?

Am 15. Februar fand in den Münchner Kammerspielen das reflexive und partizipative Ver-anstaltungsformat Cultural Policy Lab statt. Die Veranstaltung wurde als Abschluss des Seminars „Institutionelle Ästhetik“ organisiert.

Hinweisschilder im Theater führen zum Ort des Spektakels. Das dynamische Design für das Cultural Policy Lab wurde mit dem Karlsruher Grafikbüro lob.tf entwickelt. Foto: Basti Barsch.

Das Cultural Policy Lab bietet ein innovatives Format, in dem aktuelle Forschungsperspektiven aufgegriffen und offen zur Diskussion gestellt wer-den. Außerdem eröffnet der Austausch mit Kulturorganisationen und PraktikerInnen Stu-dierenden die Möglichkeit ihre Kenntnisse des kulturellen Feldes zu vertiefen, professionel-le Netzwerke aufzubauen sowie die Anwendbarkeit theoretischer Problem- und Fragestellungen zu erproben.

Was lange währt, wird endlich gut. Eröffnung des Cultural Policy Labs. Foto: Basti Barsch.

Das Cultural Policy Lab in den Kammerspielen ging von der Beobachtung eines unübersichtlichen kulturpolitischen Feldes aus, in dem etablierte kulturpolitische Leitbilder zur Disposition stehen sowie die Transformation des krisenanfälligen Kulturbetriebs zu beobachten ist.

In Frank N. Furters Genderlabor wird jetzt über die kulturelle Belebung der Innenstädte nachgedacht. Grafik: Janina Sieber.

Das Cultural Policy Lab ist ein kulturpolitisches Reflexionsformat, das im Wintersemester 2019/20 ausgehend von dem theaterwissenschaftlichen Forschungsseminar „Institutionelle Ästhetik“ an der LMU München entwickelt wurde. Die Veranstaltung am 15. Februar 2020 in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen regte eine wechselseitige Interaktion zwischen Hochschule und Gesellschaft an: In vier diskursiven Laborstationen in der Kam-mer 3 (Werkraum) standen die zukünftige Entwicklung des kulturellen Feldes sowie aktuel-le Herausforderung in Kulturpolitik und Kulturmanagement zur Debatte. In Anlehnung an die Metapher des Labors wurden die Stationen nach Vorbildern aus der Kulturge-schichte und Wissenschaft benannt: FAUSTS STUDIERZIMMER, LE LABORATOIRE 12 RUE CU-VIER, FRANK N. FURTER‘S LAB und LATOUR‘S KITCHENTABLE.

Lampenschirm mit Bildnis von Bruno Latour. Raumkonzept: Janina Sieber. Foto: Basti Barsch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.