Launch www.culturalpolicylab.com

Neben der Arbeit an meiner Dissertation habe ich seit dem Wintersemester 2019/20 das Cultural Policy Lab konzipiert und aufgebaut. Im Januar 2021 geht unsere Projekt-Website online, die ich unter tatkräftiger Hilfe meiner Kolleginnen Christina Kockerd und Johann Vocht mit dem Karlsruher Designstudio lob.tf entwickelt habe. Wir haben uns für ein konzeptionelles Design entschieden, in dem das regelmäßige Publizieren auf Grundlage der Forschungsperspektive der “Institutionellen Ästhetik” eine zentrale Rolle einnimmt. 

Aufbau (Info, Publication, Newsfeed) der Publikationsplattform www.culturalpolicylab.com in den Farben der Olympischen Spiele von 1972 in München.
Es geht um nichts weniger, als den Aufbruch nach der Covid-19 Pandemie mit vielen PartnerInnen zu organisieren! 

Die Idee für das Lab entstand vor der Covid-19 Pandemie. Rückblickend erscheint es verrückt, dass wir am 15. Februar 2020 mit hundert TeilnehmerInnen auf einer großen Bühne der Münchner Kammerspiele kulturpolitische Themen diskutierten. Nur einen Monat später hatte sich unsere Welt radikal verändert. Museen und Theater blieben plötzlich geschlossen, wir gewöhnten uns ans Maske-Tragen und sind mit der Notwendigkeit der Sicherung unserer vielfältigen kulturellen Infrastruktur konfrontiert. Dabei bestärkt die Pandemie den Ansatz des kooperativen, interdisziplinären und auf Transfer und Veränderung ausgerichteten Lab-Gedankens nur. An vielen Stellen ist die Brüchigkeit gewachsener Strukturen offensichtlich geworden und vor dem Hintergrund der Verheerungen des Kulturbetriebs gewinnt die Arbeit an und im Cultural Policy Lab neue Bedeutung.

Das Cultural Policy Lab ist ein interdisziplinäres Reflexions-Format, das ausgehend von dem theaterwissenschaftlichen Master- Forschungsseminar „Institutionelle Ästhetik“ an der LMU München entwickelt wird. Das Cultural Policy Lab verfolgt das Ziel, innerhalb der traditionsreichen Universitätsstruktur einen dynamischen Think- and Do-Tank aufzubauen, in dem die physischen und ideellen Räume der Universität ausgehend von kulturpolitischen Fragen neu gedacht werden. 

Wir leisten Pionierarbeit für den Forschungstransfer in den Kunst- und Geisteswissenschaften und gestalten neue Allianzen. In Kooperation mit Partnern aus Kulturverwaltung, Kulturpolitik, Kunst und Wissenschaft entwickeln wir nachhaltige Strategien für die Kultur- und Kreativwirtschaft.

Mission statement auf www.culturalpolicylab.com

Die Entwicklung des Projekts während dem letzten Jahr (und vor allem den letzten Monaten) meiner Dissertation war anspruchsvoll. Ohne die Hilfe meiner Kolleginnen sowie zahlreicher weiterer UnterstützerInnen und FörderInnen wäre es unmöglich gewesen, das Projekt zu realisieren. 

Ein herzliches Dank gilt den großzügigen Förderern, die die Entwicklung der Publikationsplattform www.culturalpolicylab.com ermöglicht haben!

Ein Ziel der Seite ist es, die Nähe zwischen Lehre und Forschung zu stärken und mit niedrigschwelligen Open-Access Publikationsmöglichkeiten zu experimentieren. Deswegen können alle Beiträge auf der Seite auch als Paper im PDF Format heruntergeladen werden. Gleichzeitig können Workingpaper, Schriftenreihen, Rezensionen oder fürs digitale konzipierte Publikationen entwickelt werden. 

Artikel Ansicht mit Paper Download-Funktion.

Nach Abgabe meiner Dissertation und der anspruchsvollen Entwicklung der ersten digitalen Schriftenreihe sowie des Launch der Website sage ich ganz ehrlich, dass ich nicht absehen kann, wie sich das Projekt entwickelt. Mit der Website gibt es eine Möglichkeit, vom Schreiben/Publizieren ausgehend zu experimentieren. Gerne würde ich meine Erfahrungen am Beispiel der Münchner Kammerspiele und des Haus der Kunst vor dem Hintergrund der Forschungsperspektive der Institutionellen Ästhetik theoretisch und methodisch reflektieren. 

Darüber hinaus eröffnen sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, aus der Universität heraus die öffentliche geförderte Wissenschaft in die Gesellschaft zurückzuspiegeln, aber auch Ergebnisse an den entsprechenden Stellen in Politik und Verwaltung sichtbarer zu machen. Es gibt so vielen Leuten, den ich noch danken muss. Vor allem den unzähligen AutorInnen, die mir im letzten Jahr Texte anvertraut haben! Über den Sommer habe ich ein paar Kooperationen und Projekte geplant, über die ich hier dann auch gerne regelmäßiger informiere!

Neujahrs- und Grußkarte zum Launch der Cultural Policy Lab Website …
… sowie der ersten digitalen Schriftenreihe!

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