Erwähnung meiner Arbeit über die Kammerspiele in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

17. September 2018

Gestern durfte ich als Initiator der Bewegung “Kammer! Jetzt!” für einen ausführlichen Beitrag zur Politisierung des Theaters Stichwortgeber in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) spielen. Neben meiner Wenigkeit wurden für den Artikel Richard Quaas (CSU), Thomas Ostermeier (Intendant der Schaubühne Berlin) und die Schauspielerin Wiebke Puls interviewt.

“In der Kampfzone” haben die Autoren Bene Mahler und Maximilian Sippenauer ihren Artikel überschrieben, in dem vor allem das zeitgenössische Theater gut weg kommt. Weniger gut weg kommen die Kulturpolitiker Tim Renner (SPD) und Richard Quaas (CSU).

Letzterer, seines Zeichens kulturpolitischer Sprecher der CSU Stadtratsfraktion in München, erinnert die Autoren an eine Figur aus einem Helmut-Dietl-Film. Zitiert wird Quaas mit den Worten: “Das war ja meine größte Sorge, dass der sich hier festsetzt.” Gemeint ist natürlich der Intendant der Münchner Kammerspiele Matthias Lilienthal. Darüber sagt Quaas: “Theater ist kein Selbstzweck. Die Stadt zahlt für das, was das Publikum erwartet: ordentliches Handwerk, klassische Stoffe, zumindest auf der wichtigsten Bühne im großen Haus.”



Während Ostermeier eine Entideologisierung der Debatten um die Kammerspiele und die Volksbühne fordert (“Den Gegensatz, es gebe progressives, dokumentarisches, postdramatisches oder radikalpolitisches Theater und daneben nur alte, verfettete Strukturen mit konventionellem Sprech‑, Figuren- und Schauspieltheater, propagiert die Kulturpolitik.”) betone ich den Zuwachs an jungen ZuschauerInnen der Münchner Kammerspiele sowie die Funktion des Theaters als Ort des Dialoges: “Hier entwickelt sich gerade das Publikum der Zukunft. Die Leute merken, dass Theater keine weihespiele sind. Dieses Theater nimmt sich der brennenden Themen der Stadt an.“

Auch wenn den Autoren ihr Eintreten um eine meinungsstarke Theaterkritik durchaus glückt, stammen die besten Sätze des Artikels von Wiebke Puls: “Unser Beruf ist das Experiment! Genau das bedeutet Probe, das machen wir jeden Tag!”, sowie: “Söderland is everywhere! Es ist unsere Aufgabe, da saftig dagegenzuhalten!” 

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