Erste Präsentation zu Ideen eines Cultural Green (New) Deal

Vorstellung CUltural Green Deal_Copyright by Fabian Norden

Gestern durfte ich auf der Veranstaltung Lockdown Learning #4 “Quo Vadis, Kulturstadt München?” der Münchner Glockenbachwerkstatt das erste Mal über die Ideen eines Cultural Green (New) Deal als kulturpolitische Antwort auf die Corona-Pandemie sprechen. Die Idee eines solchen geht auf das Essay “Warum kulturelle Bildung jetzt mit dem Green New Deal verbunden werden muss” zurück, das ich im April für den Open-Call der Kulturpolitischen Gesellschaft geschrieben habe. Zur Zeit arbeite ich noch an der Begrifflichkeit und frage mich, welche Vor- und Nachteile die programmatische Verbindung von Umwelt- und Kulturpolitik mit sich bringt. Sicher ist, dass ein gesamtgesellschaftliche und überzeugende Antwort auf die Corona Krise von dem historischen Roosevelt New Deal lernen kann. Ein Cultural Green Deal kann der sehr technischen Diskussion um den European Green (New) Deal eine tiefere ‘kultuerelle’ und ideelle Dimension hinzufügen.

Was im Rahmen weniger Rundmails im Vorstand des Kulturforums der Sozialdemokratie in München e.V. begonnen hat, besitzt das Potential einen partizipativen und gestaltungsorientierten Prozess in Gang zu setzen, um den corona-bedingten Herausforderungen für Kunst und Kultur, aber auch die Gesellschaft als Ganze mit Freude, Tatkraft und Gemeinschaftssinn zu begegnen.

Ein Cultural Green Deal / Cultural New Deal kann einerseits auf die akuten Schwierigkeiten von Kunst und Kultur in der Pandemie reagieren. Anderseits gewährleistet das öko-soziale Transformationsprojekt in größeren kultur- und gesellschaftspolitischen Entwicklungslinien zu denken und diese vor dem Hintergrund neu gewonnener Erfahrungen zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

In der von Peter Arun Pfaff moderierten Sendung “Lockdown Learning” wurde am 20. Mai 2020 mit dem Münchner Kulturreferenten Anton Biebl diskutiert. In der Diskussion habe ich mich gemeinsam mit Katharina Wolfrum von der Kulturinitiative München (KIM) der Münchenr Grünen via Senfcall in die Sendung hinzugeschaltet.

Das Talkshow Format Lockdown Learning zum Thema “Quo Vadis, Kulturstadt München?” in der Glockenbach Werkstatt. V.l.n.r. Sebastian Schnitzenbaumer, Katharina-Eva Wolfrum, Christian Steinau, Anton Biebl, Peter Arun Pfaff.

Es hat mich sehr gefreut, dass Katharina meiner Einladung gefolgt ist, meine Redezeit mit mir zu teilen! Katharina kennt die öffentlichen Förderstrukturen insbesondere für die Freien Künste sehr gut. Darüber hinaus ist Katharina bestens mit dem theoretischen Konzept der Nachhaltigkeit als auch der Praxis der öffentlichen Förderlandschaft vertraut.

Mir war es wichtig die ersten (selbstverständlich noch nicht überzeugenden …) Ideen zur Arbeit an einem neuen, größeren kulturpolitischen Leitbild gemeinsam mit Katharina vorzutragen, um die notwendige partizipative Dimension der Entwicklung eines Cultural Green Deals zu betonen. Die Herausforderungen, die vor uns liegen, sind zu groß, als das wir sie alleine lösen könnten. Wir brauchen mehr denn je offene, kollaborative und reflexive Formate, in denen wir voneinander und aus der Geschichte (z.B. dem historischen Roosevelt “New Deal”) lernen.

In meiner Rolle als Vorstandsmitglied des Kulturforums der Sozialdemokratie in München möchte ich deswegen an dieser Stelle meine in der Talkshow geäußerte Einladung wiederholen, gemeinsam an der Ausbuchstabierung einer ganzheitlichen und in die Zukunft gerichteten kulturpolitischen Programmatik zu arbeiten.

Das sehr schöne Foto, das Katharina und mich auf einem Balkin im Münchner Stadtviertel Neuhausen-Nymphenburg zeugt, wurde von Fabian Norden geschossen. Vielen Dank an Fabian, für die Erlaubnis das Foto zu veröffentlichen.

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