Erinnerungszeichen für mit den Kammerspielen verbundene Opfer der Nazi-Diktatur

Am Donnerstag, 25. Juni 2020 fand ein bewegendes Zusammenkommen vor den Münchner Kammerspiele statt. MitarbeiterInnen des Theaters und Vertreterinnen aus Stadtpolitik und ‑Gesellschaft bringen fünf #Errinnerungszeichen für mit dem Haus verbundene Opfer der #Nazidiktatur an.

Wir erinnern an Edgar Weil, Hans Tintner, Benno Bing, Julius Peter Seger, Emmy Rowohlt.

Trotz Corona versammeln sich FreundInnen der Kammerspiele für die Einweihung der Erinnerungszeichen u.a. durch Katrin Habenschaden (Zweite Bürgermeisterin von München).

Die Geschichte ist noch nicht aufgearbeitet. Die Suche dauert an. Bei den Recherchen wurden weitere Theaterschaffende der Münchner Kammerspiele entdeckt, die ermordet worden sind. Weitere Erinnerungszeichen sind vorgesehen.

Die Geschichte der Kammerspiele wird u.a. in dem spannenden Projekt 100 Jahre Münchner Kammerspiele (1912 – 2012) aufgearbeitet, an dem auch die Theaterwissenschaft der LMU München beteiligt war.

100MK.de ist Ergebnis der Zusammenarbeit der Dramaturgie-Abteilung der Kammerspiele (Jeroen Versteele und Sabrina Schmidt), der Fakultät für Design der Hochschule München (Prof. Xuyen Dam, Janina Kaphahn und Julian Schmidt) sowie von 25 Studierende der Theaterwissenschaft München (unter der Leitung von Dr. Nic Leonhardt und Prof. Dr. Christopher Balme).

Am 24. Juli wurden weitere Erinnerungszeichen für Elisabeth Heims und Alexander Dünkelsbühler direkt vor dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der NSDAP, dem heutigen Zentralinstitut für Kunstgeschichte angebracht. Ich möchte mich der SPD Stadträtin Lena Odell anschließen, die auf Facebook schreibt:

“Ein Erinnerungszeichen mehr in unserer Stadt, das uns mahnt, das Andenken der Opfer des Nationalsozialismus zu wahren und immer und überall gegen Menschenfeindlichkeit, Hass und Hetze aufzustehen. NIE WIEDER!”

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