BürgerInnen-Dialog Bismarck-Brunnen

Im Juli 2020 haben wir uns vor dem Hintergrund anhaltender Debatten zur Gegenwärtigkeit des Kolonialismus und Antirassismus mit der Bismarck-Statue am Wensauer Platz im Münchner Stadtviertel Pasing auseinandergesetzt. Onat Cibooglu fasst die Debatte folgendermaßen zusammen: “Denkmäler dienen der Erinnerung an historische Ereignisse, deren Bewertung sich mit der Zeit ändern kann. Historische Personen und Ereignisse müssen in einer demokratischen Gesellschaft in einem demokratischen Bezug stehen.”

Am Sonntag den 22. November fand nun ein digitaler BürgerInnen-Dialog statt, der gemeinsam von der SPD Pasing, dem Grünen Ortsverein Pasing Aubing, den Jusos München und der Grünen Jugend München organisiert wurde. Mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich online zugestaltet, als wir uns darüber ausgetauscht haben, wie das Bismarckdenkmal auf dem Brunnen am Wensauerplatz in einen demokratischen Kontext gestellt werden kann. Die Bürgerinnen und Bürger konnten sich dabei mit unseren ReferentInnen austauschen und eigene Ideen entwickeln:

Tina Garway (Referentin für Antidiskriminierung bei VIA Bayern – Verband für interkulturelle Arbeit)
Bernhard Neuhoff (Redaktionsleiter beim Bayerischen Rundfunk und Anwohner)
Dr. Friederike Landau (Assistenzprofessorin für Kulturgeographie an der Radboud Universiteit, Nijmegen, NL)
Fabian Raith (Schaubude Berlin, “Nur für einen Tag”-Walks)
Hamado Dipama (Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats)

Aktuell arbeiten wir an einer Dokumentation der Veranstaltung, die wir an das Münchner Kulturreferat schicken. In der “Süddeutschen Zeitung” erschien ein umfangreicher Bericht über die Veranstaltung:

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/pasing-vielstimmiges-erinnern‑1.5125791

Beitrags-Foto mit freundlicher Genehmigung von Raoul Koether (www.raoul-koether.de).

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